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Windows(SMB) Freigaben in Ubuntu einbinden

Samstag, 27. Oktober 2007

Ubuntu bietet bereits von Haus aus eine Möglichkeit an, auf eine Windows Freigabe zuzugreifen; nämlich über “Orte –> Verbindung zu Server”. Problematisch hierbei allerdings: die Freigabe ist dann nur im Dateimanager verfügbar und viele Programme können somit nicht auf die dort verfügbaren Daten zugreifen.
In meinem Fall hatte ich das Problem, dass ich mich zwar wunderbar über o.g. Funktion mit meiner Musik Freigabe auf meinem Fileserver verbinden, Rhythmbox (Ubuntu’s Standard MP3 Player) damit aber nichts anfangen konnte.
Die Lösung des Problems: die Freigabe muss explizit in das Dateisystem von Linux eingebunden (gemountet) werden. Und so funktioniert das Ganze:

1. Erstmal die passende Software dafür besorgen, das wäre in diesem Fall der Samba Client und das dazugehörige Dateisystem.

sudo apt-get install smbfs smbclient

2. Ein Verzeichnis auf dem lokalen Rechner anlegen, über das die Freigabe erreichbar sein soll. Bspw. im Home des aktuellen Benutzers:

cd ~
mkdir musik

3. Nun wird die Freigabe gemountet:

sudo smbmount //192.168.1.2/Musik /home/mayo/musik -o username=mayo,password=meinpasswort,uid=1000,mask=000,iocharset=utf8

Natürlich die Server- und Freigabenamen durch die eigenen ersetzen. Benutzerkennung und Passwort gelten natürlich für den Server auf dem die Freigabe liegt.

Wenn alles geklappt hat, dann sollte man unter ~/musik nun die entsprechenden Dateien vorfinden.

Möchte man die Freigabe wieder entfernen, dann klappt das folgendermaßen:

sudo smbumount /home/mayo/musik

Soweit so gut. Nun hab’ ich ja keinen Bock, das Ganze nach jedem Systemstart zu wiederholen. Damit die Freigabe automatisch gemountet wird, muss man einen Eintrag in der /etc/fstab vornehmen. Da es aber etwas unsicher wäre, Benutzer und Passwort dort im Klartext reinzuschreiben, sollte man diese in einer, nur für den root Benutzer zugänglichen, Datei speichern:

1. Die Datei erstellen:

gksudo gedit /root/.credentials

2. Dort die Benutzerdaten hinterlegen:

username=dein_smb_username
password=dein_smb_passwort

3. Nun die Zugriffsberechtigung beschränken:

sudo chmod 600 /root/.credentials

4. Jetzt die entsprechende Anweisung in /etc/fstab schreiben:

gksudo gedit /etc/fstab

Dort folgenden Eintrag hinzufügen:

//192.168.1.2/Musik /home/mayo/musik   smbfs  auto,credentials=/root/.credentials,uid=1000,umask=000,user,iocharset=utf8   0 0

5. Nun muss nur noch die fstab neu eingelesen werden:

sudo mount -a

Das war’s auch schon. Nun wird bei jedem Systemstart die Freigabe automatisch eingebunden und die dort liegenden Dateien sind auch wirklich für alle Programme zugänglich.

Dank an dbott67.

Ubuntu Gutsy Gibbon - Desktop Effekte

Freitag, 19. Oktober 2007

Der Gefräßige Gibbon ist endlich da, und macht Linux anwenderfreundlicher denn je. Besonders die nun standardmäßig verfügbaren Desktop-Effekte sind beeindruckend. Verfügt die Grafikkarte über genügend Power, so kann man diese komfortabel über die Systemeinstellungen aktivieren. Es gibt dabei zwei Varianten: die Erste liefert nur die, für die Benutzbarkeit zuträglichsten Effekte, während die Zweite aus dem vollen Compiz Fusion Repertoire schöpft und mit wabbeligen und klebrigen Fenstern aufwartet.
Hört sich nicht nur interessant an, sieht auch gut aus. Und ist darüber hinaus noch performant und stabil.

Was mir allerdings fehlt ist eine Anleitung wie man diese neuen Funktionen anwendet. Daher versuche ich hier nun einige davon zusammenzutragen:

  • Mausrad drehen (wenn Fokus auf dem Desktop liegt)
    Damit schaltet man zwischen den virtuellen Desktops um.

  • Super + Mausrad drehen
    In den Desktop zoomen. Bildschirmlupe war gestern - sämtliche Applikationen bleiben auch im gezoomten Zustand voll benutzbar.
  • Super + Tab
    Zwischen Fenstern wechseln (wie Alt+Tab). Allerdings werden die Fenster nun wie bei Apple’s Cover Flow dargestellt - super schick!
  • Super + E
    Expo - zeigt einen Überblick über sämtliche virtuellen Desktops
  • Shift + Alt + Pfeiltaste Hoch
    Zeigt eine Übersicht über alle geöffneten Fenster - ähnlich Apple’s Exposé

Achja, die “Super” Taste ist die gute alte Windows-Taste, super gell?! ^^

Webseiten, die den Firefox zum Heulen bringen

Montag, 15. Oktober 2007

Auf dieser Seite findet man Links zu Internetangeboten, welche den Firefox entweder komplett aussperren, oder dem Browser zumindest massive Probleme bereiten, da keinerlei Wert auf Standard-Konformität und Zugänglichkeit gelegt wurde.

Das wirklich Erschreckende daran: es handelt sich bei den aufgelisteten Seiten nicht nur um die Internetauftritte kleiner Unternehmen oder private Homepages; selbst Seiten von mtv.com und Symantec sind betroffen!

Muss das in 2007 wirklich noch sein? Immerhin bewegt sich der Anteil der Firefox Nutzer mittlerweile in einem Bereich von 5-20%. Außerdem frage ich mich ernsthaft, wie man seine Kunden dazu zwingen kann, einen veralteten Browser zu benutzen, der nicht nur unsicher ist, sondern für den man, um ihn zu benutzen, auch noch ein teures Betriebssystem kaufen muss.

Hier geht’s zur Gallerie des Grauens

Ubuntu/Windows Dual-Boot - Zeit verstellt sich

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Ich muss ja mal sagen, dass ich mit der aktuellen Ubuntu Distribution (Feisty Fawn) absolut zufrieden bin. Leider kann ich noch nicht 100%ig auf Windows verzichten und betreibe daher ein Dual-Boot System zusammen mit Windows XP.

Was mir hier nun etwas seltsam vorkam: Nachdem man von Ubuntu nach Windows bootet, verstellt sich die Systemzeit um 2 Stunden in die Vergangenheit.
Also erstmal die Zeitzonen von beiden Systemen geprüft … hmm, scheint alles in Ordnung, daran kann’s wohl nicht liegen.

Nach kurzem Suchen entdeckte ich dann allerdings doch eine Lösung. Standardmäßig scheint Ubuntu davon auszugehen, dass das System auf UTC (koordinierte Weltzeit) eingestellt ist. Dummerweise ist das bei mir nicht der Fall.
Um das zu ändern muss man in der /etc/default/rcS den Wert UTC auf no setzen:

sudo cp /etc/default/rcS /etc/default/rcS_backup
sudo gedit /etc/default/rcS

In diesen beiden Zeilen den Wert UTC ändern:
# Set UTC=yes if your system clock is set to UTC (GMT), and UTC=no if not.
UTC=yes

in:
# Set UTC=yes if your system clock is set to UTC (GMT), and UTC=no if not.
UTC=no

So, das war’s auch schon. Jetzt sollte es keine künstlichen Zeitverschiebungen mehr geben.

GRUB: Windows XP und Ubuntu im Dual-Boot

Freitag, 24. August 2007

Auf meinem System befindet sich Ubuntu (auf der ersten Festplatte) und Windows XP (auf der zweiten). Um nicht ständig den Umweg über den Bootmanager vom BIOS machen zu müssen, hab ich mich mal schlau gelesen wie man den Ubuntu Bootmanager GRUB dazu bewegen kann auch Windows XP zu booten.

Dazu muss man folgendes in die /boot/grub/menu.lst einfügen:

title Windows XP
root (hd1,0)
savedefault
makeactive
map (hd0) (hd1)
map (hd1) (hd0)
chainloader +1

Nun erscheint im GRUB Menü auch der Eintrag für Windows XP. Über die map Kommandos wird Windows XP vorgegaukelt es würde auf der primären Festplatte laufen - sonst würde es nämlich den Dienst verweigern.