Artikel-Schlagworte: „kapitalismus“

Entsetzte Gesichter an der Börse

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Ich bin mir immer noch nicht sicher, was ich von dieser ganzen Finanzkrise halten soll. Von mir aus frisst der Kapitalismus eben seine eigenen Kinder, mir doch egal.

Auf jeden Fall gibt’s auf Sad Guys on Trading Floors einige Bilder von Menschen zu sehen, die die Krise wohl nicht so kalt lässt. Selbst vor armen Knautschpferden Knautschstieren wurde kein Halt gemacht!

Danke an Finja für’s Finden.

Pizza Hut bei den Pyramiden von Gizeh

Freitag, 1. August 2008

Der Berliner Photograf Julian Röder macht neben beeindruckenden Bildern von Aufständen und Protesten (siehe Beitrag bei rebel:art “Julian Röder: Schlachtengemälde) auch vermeintliche Schnappschüsse wie diesen hier:

Kann nur empfehlen sich auch mal durch den Rest von Julian Röder’s Photos zu klicken.

Malte über “Sex and the City”

Mittwoch, 9. Juli 2008

Sex and the City gibt mir ja mal so gar nix, aber wenn Malte bei Spreeblick darüber schreibt, dann kann man mal einen Blick in den Artikel werfen. Und spätestens wegen diesem Absatz hat es sich schon gelohnt:

Hauptfigur Carrie sagt zu ihrer schwarzen Perle (die so ist, wie Afroamerikaner zur Zeit in amerikanischen Filmen und Serien sind: laut, patent, ghettoklug, so als hätten sie sich gerade eine Banane aus dem Arsch gezogen, die ihnen vom Dreh des letzten Snoop-Dogg-Pornos noch im Arsch gesteckt hat und könnten doch schon wieder beschwerdefrei laufen) in einem der vier bis fünf großen Gefühlsimitatsmomente des Films: „Du hast mir den Spaß am Leben wiedergegeben.“ Die Perle antwortet: „Und du hast mir eine Louis-Vuitton geschenkt.“ Und sie sagt das nicht etwa in dem Sinne von: „Na toll. Und du Schlampe hast mir eine hässliche Tasche mit pinkem Boden geschenkt.“ Sondern im Sinne von: „Dann sind wir ja quitt. Denn was ist schon ein Leben, wenn man es ohne Louis-Vuitton-Tasche durchschreiten muss?“

Der produziert wirklich konstant hohe Qualität, der Malte.

Was ist eigentlich Arbeit?

Donnerstag, 15. Mai 2008

Im Artikel “Workfare - Die Zwangsarbeit des 21. Jahrhunderts - Bald auch bei uns” von fixmbr habe ich gerade in den Kommentaren folgendes Zitat gefunden:

Zunächst: was ist eigentlich Arbeit? Es gibt zweierlei Arten: einmal, Verlagern der Materie auf oder nahe der Erdoberfläche in bezug auf andere derartige Materien, zweitens, andere Leute anzuweisen, es zu tun. Arbeit der ersten Art ist unangenehm und schlecht bezahlt, der zweiten angenehm und hochbezahlt. Außerdem lässt sich die zweite Art unbegrenzt erweitern: es gibt nicht nur Leute, die befehlen, sondern auch welche, die Ratschläge geben, was zu befehlen sei. Gewöhnlich werden zwei gegensätzliche Arten von Ratschlägen von zwei organisierten Gruppen von Menschen gleichzeitig erteilt; das nennt man Politik. Die Befähigung für diese Art von Arbeit braucht nicht auf Kenntnis der Personen, denen der Rat erteilt wird, zu beruhen, vielmehr nur auf der Beherrschung der Kunst, durch Wort und Schrift zu überzeugen, das heißt, auf Beherrschung der Werbung und Propaganda.

aus Bertrand Russells “Lob des Müßiggangs”, 1957 (!), Russell war Philosoph und Mathematiker, lehrte in Cambridge, und erhielt 1950 den Literaturnobelpreis.

Das wollte ich an dieser Stelle einfach mal hervorheben, da es zeigt, dass wir auf dem Arbeitsmarkt nicht vor neuen Problemen stehen. Stattdessen scheint das nur ein weiterer Fall von history repeating zu sein, nur das unser Wirtschaftsminister Michael Glos die Lektion wohl nicht gelernt hat. Denn ähnliche Ideen hatten vor ihm auch schon Andere - Reichskanzler Heinrich Brüning im Jahre 1931 bspw.
Der Spiegelfechter schreibt dazu:

Brünings Politik versagte, und er machte Deutschland nicht zuletzt durch seine Arbeits- und Sozialpolitik reif für die Wahlerfolge der Nazis. Glos denkt natürlich, seine Partei könne damit Wählerstimmen bekommen, aber das dachte Zentrumspolitiker Brüning auch.

In der Hoffnung, dass sich der weitere Teil der Geschichte nicht auch wiederholt, sollte das bei der persönlichen Wahlentscheidung nächstes Jahr unbedingt berücksichtigt werden.

Hier nochmal die Artikel zum Thema:

Das Internet schreibt einen offenen Brief an unser Merkel

Dienstag, 29. April 2008

Nachdem schon einige illustre Vertreter der Musikindustrie unsere Kanzlerin auf die wirklich wichtigen Probleme in Deutschland aufmerksam gemacht haben (hier nachzulesen), ist nun DAS INTERNET an der Reihe:

Ein offener Brief vom Internet zum Tag des Geistigen Eigentums (als PDF)

Der Brief enthält eine ordentliche Portion Sarkasmus incl. einem Spritzer Zynismus, aber trotzdem, oder wahrscheinlich gerade deswegen, kann ich mich dem Inhalt dieses Schriftstücks zu größten Teilen anschließen. Sollten wir in unserem Land keine schwerwiegenderen Probleme haben, als dass der Musikindustrie der ein oder andere Euro durch “böse Internetpiraten” abhanden kommt, dann ist doch alles in Ordnung. Luxusprobleme - Meckern auf höchstem Niveau sozusagen.

Wenn ich dann allerdings einen Bernd Neumann sehen muss, der allen Ernstes vorschlägt, Personen den Internetzugang zu sperren, die sie sich des unerlaubten “Herunterladens von Computern” schuldig gemacht haben, dann wird mir erstmal ein bisschen schlecht. Danach denke ich mir, entweder ist der Mensch gut geschmiert, oder er hat wirklich einfach nicht den blassesten Schimmer über was er da gerade redet.
Die von ihm vorgeschlagene Regelung wäre vergleichbar damit, einem kleinen Kaufhaus-Dieb, nach Beweis seiner Schuld, den Zutritt zu sämtlichen Kaufhäusern, Supermärkten und Kiosken zu verwehren, weltweit. Auf diese Idee würde doch niemand kommen, oder?!

Volker Pispers - von Investment Bankern und Anal-lysten

Donnerstag, 13. März 2008

Der Auftritt von Volker Pispers gestern Abend in Bad Hersfeld war nicht, wie angenommen, erstklassig. Nein, der war sogar “besser als erwartet”.
Politisches Kabarett in Höchstform mit einer ordentlichen Portion Gesellschafts-Kritik; Herr Pispers legt den Finger tief in Deutschlands Wunden. Und dabei macht er unsere Missstände so leicht begreifbar, dass es fast schon beängstigend ist. Habe selten soviel gelacht und wurde dabei gleichzeitig so oft zum Nachdenken gebracht wie gestern Abend.
Meine Empfehlung: Sollte Volker Pispers in der Nähe sein - unbedingt einen seiner Auftritte besuchen.

Hier noch ein kleiner Vorgeschmack in Form eines Videos, über ein Thema das gerade nach dem Debakel der West-LB wieder aktueller ist denn je:

Potarock war auch dabei

Das Märchen vom Mindestlohn

Freitag, 1. Februar 2008

Mit Dummheit Geld verdienen

Sonntag, 6. Januar 2008

Da hat mich gerade ein Kumpel drauf aufmerksam gemacht: bei ebay läuft gerade eine Auktion für eine “Original Aggro Berlin SIDO Maske”.
Das Gebot liegt momentan, 4 1/2 Stunden vor Ende der Auktion, schon bei stolzen 45,50 €!

Ach hab ich schon erwähnt, dass das Ding aus Pappe ist? Nein? Ist sie aber. Die wurden damals auf dem Splash 2004 am Aggro-Stand verteilt. Mann, sahen die Teile dämlich aus, fast so dämlich wie die Typen, die damit auch noch tatsächlich rumgelatscht sind *kopfschütteln bigtime*.

Das man mit so einem Schrott ne Menge Kohle machen kann, scheint wohl auch nichts Neues zu sein, wenn man sich diesen Beitrag anschaut. Ein Stück Pappe hat für 80 € den Besitzer - geil. Hätte ich mir damals doch auch nur ein paar von den Dingern mitgenommen. Allerdings hätte man dafür die Musik am Aggro-Stand ertragen müssen - und das mach ich nicht mal für Geld.

Dann doch lieber selbst gebastelt ^^ :

Etwas Gutes Tun 2007

Freitag, 21. Dezember 2007

Dass ich mit dem christlichen Brauch, aus dem Geburtstag eines vor ca. 2000 Jahren gestorbenen Sohn eines Zimmermanns, eine riesige Konsumorgie zu machen, nicht viel anfangen kann, sollte ja bekannt sein. Man kann in dieser Zeit auch etwas sinnvolleres anfangen, als durch die Stadt zu rennen und Geschenke zu kaufen - sich über das bald vergangene Jahr Gedanken machen bspw:

Mein persönlicher Eindruck von 2007 ist vor allem seit dem G8 Gipfel durch unverständliche Panikmache seitens unserer Politiker negativ geprägt. Es sollte u.a. der Eindruck erweckt werden, das sich Deutschland in akuter Gefahr befindet, von terroristischen Anschlägen überzogen zu werden. Aber ich will jetzt hier nicht mit Details langweilen. Bei Interesse googelt einfach mal nach Schäuble und ihr wisst Bescheid.

Ziel dieser ganzen Aktion ist es, meiner Meinung nach, einen Vorwand zu finden, unsere Rechte als freie Bürger weiter einzuschränken. Das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung, welches am 9.11.2007 verabschiedet wurde, ist bereits der erste große Schritt in diese Richtung. Ab dem 1. Januar des neuen Jahres wird dann bspw. erfasst, wann Du mit wem telefoniert hast. Und wenn Du das ganze vom Handy aus tust, dann merkt man sich auch noch den geographischen Standpunkt. Na? Wird’s schon unheimlich?

Weiterhin wird auch gespeichert werden, wann du auf welcher Internetseite unterwegs warst, oder wem du welche Emails geschickt hast. Das Ganze geschieht dauerhaft, ein Verdacht auf einen Gesetzesverstoß ist nicht notwendig, genauso wenig wie ein richterlicher Beschluss. Praktisch wird die komplette Bevölkerung kriminalisiert, ohne dass Sie sich je etwas zu Schulden hätte kommen lassen.

Politisch gesehen bewegen wir uns von einem Rechtsstaat in Richtung Präventionsstaat.
Aus der Wikipedia:

Ein Präventionsstaat ist ein Staat, welcher die ihm zur Verfügung stehenden Informationen aus diversen Überwachungseinrichtungen massiv einsetzt, um unerwünschtes Verhalten der Bürger von vornherein zu verhindern.

Ich bin davon überzeugt, das sich so etwas nicht mit einer freiheitlichen Demokratie vereinbaren lässt. Für den scheinbaren Gewinn an Sicherheit der durch das Vorratsdatenspeicherungs-Gesetz entstehen soll, bezahlt jeder Bürger mit einem unverhältnismäßig hohen Maß an Freiheit. Versteht mich nicht falsch, ich habe für tatsächliche Terroristen genauso wenig übrig wie jeder Andere. Aber dieses Gesetz wird leider auch keine Garantie geben können, das es nicht doch möglicherweise zu Anschlägen kommen kann. Solch eine Garantie kann und wird es auch niemals geben, egal unter welchen Umständen. Der Mensch an sich ist dafür einfach zu unberechenbar.

Hier nun meine Bitte:
Solltet Ihr auch nur ansatzweise meine Ansichten teilen und Euch damit als freiheitsliebenden liberalen Menschen outen, dann nehmt bitte an der Aktion ” Stoppt die Vorratsdatenspeicherung” teil und beteiligt Euch noch bis zum 24.12.2007 an der Sammel-Verfassungsbeschwerde.

Also, wenn Ihr morgen noch von Geschäft zu Geschäft hetzt um die letzten Geschenke zu besorgen, dann lauft noch schnell bei der nächsten Post-Filiale vorbei und werft den Brief ein. Damit würdet Ihr mir ein ganz großes Geschenk machen, und das kostet Euch nur das Porto.

Vielen Dank für Eure Zeit… und schon mal ein frohes Neues.

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung

Schönen Gruß nach Brüssel…

Freitag, 2. November 2007

… denn endlich werden dort mal die wirklich wichtigen Themen angepackt:

Hessen bläst zum Ebbelwoi-Krieg [netzzeitung]