Artikel-Schlagworte: „design“

Comic Sans auf’s T-Shirt? Nein, danke!

Freitag, 1. August 2008

Ich habe diese Woche einen T-Shirt Aufdruck für den Junggesellinnen-Abschied meiner zukünftigen Schwägerin kreiert. Das Ganze war wie immer relativ kurzfristig und so musste den Druck eine ortsansässige Firma übernehmen.

Also, dort erkundigt in welchem Dateiformat die das haben wollen und was bekommt man als Antwort:
“Ach, drucken Sie das einfach aus. Wir scannen es dann hier ein…”.

Okay, nachdem ich den ersten Schock überstanden hatte, konnte ich sie doch noch davon überzeugen, dass es wesentlich praktischer wäre, wenn ich es ihnen per Mail schicke. Gesagt getan.
Am nächsten Tag dann ein Anruf: “Also die Schriftart (diese hier), die Sie da verwendet haben, die ist zu kompliziert. Das kriegen wir so nicht auf’s Shirt. Nehmen Sie doch am Besten Comic Sans.”

Gut, dass meine Freundin das Telefonat geführt hatte. Ich glaube ich wäre einfach nur persönlich geworden ;). Hätte ich mir die Webseite des Ladens vorher mal angeschaut, dann hätte man schon einen leichten Verdacht schöpfen können, denn dort wird von dem netten Font auch reichlich Gebrauch gemacht.

Diese hässlichste aller Schriften, warum immer gerade die?! Ich weiß ja, dass für die meisten Leute die eine Schrift genauso gut wie die nächste ist, aber Comic Verficktes Sans?! Okay, die Schrift hat letztens erst die Font Conference vor dem Untergang gerettet und das war ja auch ganz witzig, aber ich denke ich werde mir demnächst diese lustigen Sticker hier besorgen und auf alles pappen, auf dem diese Schrift (hab ich schon erwähnt, dass sie hässlich ist) verwendet wurde.

Ach ja, wegen dem T-Shirt: Ich hab dann auf die Schnelle einfach die, wesentlich erträglichere, Comic Jens verwendet. Wollen wir hoffen, dass das dem Junggesellinnen-Abschied keinen Abbruch tut.

Coolstes C64 Logo überhaupt

Mittwoch, 23. April 2008

Retro-Computer trifft auf Retro-Design:

Retro C64 Logo

Mehr schicke Retro-Designs gibt’s hier.

Jungle Boogie - Digital Graffiti

Sonntag, 20. April 2008

Unglaubliche Farben und Details in diesem Digital Graffiti (erstellt mit Photoshop und Freehand):


Jungle Boogie by ~vega0ne on deviantART

Viscosity - Online Vector Art Generator

Dienstag, 11. März 2008

Viscosity ist ein browser-basierter Vector-Art Generator mit dem sich in sekundenschnelle Bilder wie dieses hier kreieren lassen:

Dabei ist der Prozess des Erstellens der eigentliche Spaß an der Sache. Auf einer leicht zu bedienenden Oberfläche kann man aus einer simplen Balkengrafik kleine Vector-Kunstwerke zaubern. Dabei passieren Veränderungen nicht prompt sondern werden weich animiert; fast schon hypnotisch.

Ist man mit seiner Kreation zufrieden, so kann man sie in eine Gallerie hochladen, so dass sie auch von anderen Viscosity-Nutzern betrachtet werden kann. Dafür ist erfreulicherweise nicht mal eine Anmeldung erforderlich.

Oh, noch ein Wort der Warnung: Zeitverschwendung vorprogrammiert ^_^]

Viscosity - the modern art generator

LucasArts Adventure Schach

Freitag, 9. November 2007

Absoluter Hammer: Ein Schachspiel mit den prominentesten Charakteren aus den guten alten Lucasarts Adventures (naja, Simon hat sich noch so reingeschmuggelt ;).

Nur blöd, dass ich so selten Schach spiele…

gefunden bei Ron Gilbert

Super Mario Sneakers

Samstag, 6. Oktober 2007

Ich will diese Schuhe!

Lafraise.com - T-Shirts im Web2.0

Donnerstag, 16. August 2007

Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.

T-Shirt Shops gibt’s im Internet ja wie Sand am Meer. Dabei wirklich originelle Designs zu entdecken gestaltet sich hin und wieder als etwas schwierig - woran das liegen mag sei hier mal dahin gestellt. Die Seite lafraise.com versucht dieses Problem mit einem sehr gemeinschaftlichen Ansatz zu lösen: die Motive der Shirts stammen von den Kunden selbst. Diese können selbst entworfene Designs einschicken und in einem fortwährenden Wettbewerb werden die Besten davon ausgewählt. Den Gewinnern winken dabei auch noch jeweils 1000€.

Ein Großteil der momentan verfügbaren Motive besteht aus teils knallig bunter Vector-Art - mit Sicherheit trifft das nicht jeden Geschmack; meinen schon ;).

Hier meine Top 3:
3) Oh!

Hmm, was dem Lampenschirm da wohl gerade durch den Kopf geht? Er macht nicht gerade den glücklichsten Eindruck, ganz im Gegensatz zur Glühbirne.

2) Skywalker & Son

Handegemachte Lichtschwerter aus dem Hause Skywalker & Sohn - welcher Star Wars Fan würde nicht davon träumen. Zumindestens auf diesem T-Shirt wird dieser Traum Realität. Besonders das sehr klassisch anmutende Design gefällt - ganz im Stil von Werbeplakaten zur Zeit der vorletzten Jahrhundertwende. Dem Kenner wird auch die Jahreszahl im Untertitel nicht ganz unbekannt vorkommen.

1) Pacsman

Ach ja, der gute alte Pacman - was musste der nicht schon alles mitmachen. Wenn er nicht gerade, vom Hunger getrieben, durch geisterverseuchte Labyrinthe jagte, musste er in halbherzigen Remakes und Re-Remakes als Maskottchen herhalten. Am Ende scheint dann aber wohl doch noch alles gut zu werden, denn auf diesem Shirt geht er mit einem seiner Erz-Rivalen Hand in Hand.

Dummerweise ist meine Nummer 1 nur noch in der sog. Hall of Fame zu finden. Dort landen alle Motive die es in der Vergangenheit durch den Wettbewerb geschafft haben und schon ausverkauft sind. Von jedem Exemplar wird nämlich nur eine Auflage von 500 Stück produziert. Einerseits gut, da somit eine gewisse Exklusivität geschaffen wird. In meinem Fall etwas Schade - wer zu spät kommt …

In jedem Fall ist die Seite mal einen Blick wert - also vorbei schauen.

Tour de France - engineering bicycle athletes since 1903

Donnerstag, 26. Juli 2007

Gerade beim Fontblog Logo-Wettbewerb gefunden:

Sehr passend, wie ich finde.

Braucht frau sowas wirklich?

Mittwoch, 25. April 2007

Also da ich mich ja zur männlichen Hälfte der Bevölkerung zähle, kann ich das nicht ganz beurteilen. Aber braucht man wirklich sowas hier für seine Handtasche ???

Design-technisch sicher nicht das schlechteste Accessoire, aber tut’s nicht auch die Stuhllehne zur Not?

gefunden bei ella HOME

Fünf Design-Grundsätze

Donnerstag, 29. März 2007

Übersetzung des Artikels “Five Principles to Design By” von Joshua Porter

Technologie dient dem Menschen

Viele Menschen machen sich selbst für Unzulänglichkeiten einer Technologie verantwortlich. Wenn Ihre Computer abstürzen sagen sie “Ich muss was Dummes gemacht haben”. Wenn eine Web-Seite schlecht gestaltet ist sagen sie “Ich muss blöd sein. Ich kann es nicht finden”. Sie wenden sich vielleicht sogar an ein Buch für Anfänger um es richtig hin zu bekommen.

Das ist schrecklich! Menschen sollten sich niemals als Versager fühlen wenn sie Technologie benutzen. So wie der Kunde, hat auch der Benutzer immer Recht. Wenn Software abstürzt, dann ist es die Schuld des Software-Designers. Sollte jemand etwas auf einer Web-Seite nicht finden können, ist es die Schuld des Web-Designers. Das bedeutet nicht, dass der Designer den Kopf hängen lassen sollte … er sollte es besser als Lernmöglichkeit sehen. Der große Unterschied zwischen guten und schlechten Designern ist, wie sie mit Leuten umgehen, die mit Ihrem Design nicht zu Recht kommen.

Technologie dient dem Menschen. Menschen dienen nicht der Technologie.

Design ist nicht Kunst

Bei Kunst handelt es sich um persönlichen Ausdruck. Es geht um das Leben, die Emotionen, die Gedanken und Ideen des Künstlers. Es spielt eine sehr kleine Rolle was der Betrachter tut. Seine Aktivität wird nicht benötigt, nur seine Anerkennung. Kunst als Tätigkeit benötigt diese Anerkennung nicht. Es ist eine, allein für den Künstler notwendige Handlung.

Bei Design hingegen, geht es um die Benutzung. Der Designer benötigt jemanden der das von ihm Erstellte benutzt (nicht nur anerkennt). Ohne Leute die es benutzen, erfüllt Design nicht seinen Zweck. Design hilft menschliche Probleme zu lösen. Die höchste Auszeichnung, die einem Design verliehen werden kann, ist nicht die, dass es schön ist, wie man es bei Kunst tun würde, sondern die, dass es gut zu benutzen ist.

Im Gegensatz zu Kunst ist Design immer kontextabhängig. Es spielt eine Rolle wann ein Design erstellt wurde aufgrund des Umfeldes seiner Benutzung: Welches Problem beabsichtigt es zu lösen? Und für wen? Zu welchem Zeitpunkt? Deshalb steht Design in einer so engen Beziehung mit Technologie. Da sich die Technologie schnell ändert, müssen das auch unsere Designs tun. Ein Design welches vor 10 Jahren funktioniert hat, ist es heute möglicherweise nicht einmal mehr Wert in Erwägung gezogen zu werden. Schaut man sich die Geschichte an, so kann man viele wunderbare Designs finden, die nicht länger notwendig sind.

Große Kunst hingegen, ist immer aktuell. Wir würdigen Michelangelo’s David obwohl wir millionenfache Stückzahlen davon herstellen können, weil es die Mühe und der Ausdruck eines einzelnen Mannes war. Das wird niemals verblassen. Großes Design ist abhängig vom Zeitalter in dem es entstanden ist und vom damit zu lösendem Problem. Nicht aber Kunst. Kunst ist zeitlos.

Der Bewährungstest. Wenn Leute Gefallen an Kunst finden, dann sagen sie “Das gefällt mir.” Wenn Leute Gefallen an Design finden, dann sagen sie “Das funktioniert gut”. Das ist kein Zufall. Gutes Design ist etwas das gut funktioniert.

Das Erlebnis gehört dem Benutzer

Ein Designer kreiert keine Erlebnisse, er kreiert erlebbare Teilstücke. Diese feine Unterscheidung gibt der Sache ein ganz anderes Gesicht, da es den Designer in den Dienst des Kunden stellt und nicht anders herum. Das schließt keine Innovationen aus, es hält den Designer nicht davon ab über den Schatten von bereits bestehenden und bewährten Lösungen zu springen. Es heißt einfach, dass das Erleben eines Designs nicht einfach passiert weil der Designer es so will, es passiert sobald ein Benutzer es tatsächlich berichtet.

Das ultimative Erlebnis ist etwas das im Benutzer passiert, und es ist seins. Es gehört ihm.

Großartiges Design ist unsichtbar

Eine interessante Eigenschaft von großartigem Design ist, dass es als selbstverständlich angesehen wird. Es funktioniert so gut, dass wir vergessen, dass kreativer Aufwand betrieben wurde um es zu erstellen. Ein Löffel beispielsweise - das Objekt ist so simpel, dass es offensichtlich erscheint. Und wir übersehen dabei, dass es das zu einem früheren Zeitpunkt einmal nicht gewesen ist. Dann wiederum, wie bei einem Automobil, ist das Objekt so hochentwickelt und dennoch leicht zu benutzen, dass man nicht wahrnimmt, dass Millionen und Abermillionen von Arbeitsstunden nötig waren um zu diesem Punkt zu gelangen. Das ist eine Schande … jedes großartige Design besitzt eine ereignisreiche Geschichte. Und hinter jedem Design stehen einer oder mehrere Designer die versuchten die Welt zu verbessern indem sie das eine oder andere Problem lösten.

Schlechtes Design ist offensichtlich, da es zu benutzen schmerzt. Es ist ungeschickt, kompliziert und komplex. Wie in einer Ironie des Schicksals ist schlechtes Design viel leichter zu erkennen als Gutes. Die Erkenntnis mag schwer fallen, aber aufgrund seines Erfolges ist großartiges Design oftmals unsichtbar.

Simplizität ist die absolute Vollkommenheit

Wie Antoine de Saint-Exupéry sagt: “Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann”. Simplizität ist ein schmaler Grat: zu wissen was man behalten und was man wegwerfen sollte … es scheint wie Zauberei wenn es funktioniert, da keinerlei Komplexität zum Benutzer transportiert wird … nur Simplizität. Das ist die höchste Vollendung für einen Designer.